Gedanken vor der EKC 2022

Als Teil einer großen demnächst erscheinenden Interviewserie mit dem Nationalteam äußerten alle Mitglieder ein paar Wochen vor der Europäischen Kendomeisterschaft ein paar Gedanken zu dem Großereignis. Freude, dass sich die Kendogemeinschaft endlich wieder sehen wird, Kampfgeist und Selbstreflexion sind darin zu finden. Jede:r Einzelne steht ab morgen bei der EKC vor der Kampffläche und wird sein oder ihr Bestes geben. Alle hoffen auf die gedrückten Daumen und Anfeuerungen der Kendoka in Deutschland.

Freut euch also auf spannende Kämpfe und ganz persönliche Einblicke vom Nationalteam.

Gibt es etwas, was du im Vorfeld der EKC 2022 loswerden oder dem Publikum sagen möchtest?

Alisa Strupp:
„Ich bin sehr froh, dabei sein zu können! Ich habe schon ein, zweimal bei Europameisterschaften reingeschnuppert, aber habe nie richtig mitgemacht, weil ich dann auch hundertprozentig dabei sein wollte. Aber ich freue mich, jetzt für Deutschland starten zu dürfen und freue mich auch, dass unser Team sich so gut versteht. Wir sind dieses Jahr zwar eine kleine Besetzung, aber auf jeden Fall geben wir unser Bestes und motivieren uns gegenseitig, unser Bestes für alle zeigen zu wollen. Gerade nach Corona wollen wir zeigen, dass es wieder losgeht!”

Melani Haupt:
„Ich werde mein Bestes geben. Ich hoffe, die anderen werden es genauso tun. Es wird vielleicht nicht jeder seinen besten Tag haben. Aber ich hoffe, jeder wird sein Bestes geben. Das Publikum sollte uns kräftig anfeuern, so laut es geht. :)”

Finn Spilarewicz:
„Ich werde das rocken.”

Hans Caspary:
„Also nicht so wirklich. Habt Spaß beim Zuschauen!”

Julia Jonentz:
„Ich werde meistens unterschätzt. Aber Achtung, ich bin zwar sehr klein und süß, aber ich kann auch richtig zustechen!”

Leonhard Wolff:
„Das ist unsere Heim-EM! Ich glaube, das letzte Mal war die 2013 in Deutschland. Das war mega schön. Jetzt ist ja auch wieder Publikum erlaubt, als wäre es sehr schön, wenn viele Leute zum Anfeuern da sind. Ich freue mich auf die EKC!”

Liam Lesch:
„Ja, ich kenne jetzt ein paar Leute mittlerweile durch diese internationalen Turniere, bei denen ich auch teilgenommen habe. Zudem sind wir auch in unseren eigenen Vorbereitungen international geworden, was mich sehr gefreut hat. Und die EKC wird auch nochmal ganz spannend, glaube ich, weil wir noch mal über die eigenen Grenzen hinausgehen und dann noch mal andere Leute kennenlernen. Das ist, glaube ich, eine Gelegenheit, die wirklich sehr, sehr wertvoll ist und die ich auch sehr wertschätze.”

Malte Heinrichs:
„Ich freue mich riesig auf die Bühne!

Maximilian Ernst:
„Geh zur Schule und trainiere fleißig mit!”

Moritz Remmel:
„Ich hoffe einfach nur, dass alle uns die Daumen drücken, ehrlich gesagt. Ich freue mich über jeden Daumen, der gedrückt wird von denen, die bei der EM zuschauen und ich hoffe, dass wir da auch einen ordentlichen Job machen, sodass es da auch was zu sehen gibt.”

Nora Specht:
„Da kann man natürlich alles und nichts sagen. Aber ich hoffe einfach, dass alle, die an der EKC teilnehmen, viel Spaß haben und vor allen Dingen, dass sie nach der Meisterschaft noch motivierter sind, einfach weiterzumachen. Das liegt mir am Herzen.”

Patrick Fränkel:
„Also, was ich denjenigen sagen kann, die denken: „Woah Mensch, EM und deutsches Nationalteam! Das schaffen eh nur ganz wenige!” Das stimmt ja auch einerseits, aber wer von euch da draußen das wirklich will, der wird das auch schaffen. Solange man das tut, was dafür nötig ist – und das ist vor allen Dingen regelmäßiges Trainieren und auch im Kopf aktiv trainieren – dann kann man das alles erreichen. Also alles, was ihr wollt! Ich war und bin auch nur einer von vielen. Und dass mir dieses Glück jetzt zuteilgeworden ist, dafür bin ich sehr dankbar. Wie gesagt, ihr könnt das alles schaffen.”

Ryusei Aoki:
„Ich bin ja zum ersten Mal bei der EKC dabei. Natürlich sind die 6 Jahre, die ich jetzt schon Kendo mache, für viele Kendoka vielleicht wenig, aber ich möchte zeigen, was ich alles geben kann! Natürlich steht der gesamte Deutsche Kendobund hinter meinem Rücken – mit vielen Menschen, die Kendo lieben und machen. Für die Menschen möchte ich kämpfen! Das Ziel ist natürlich der erste Platz als Team sowie auch auf jeden Fall Pokale in der Einzelmeisterschaft zu bekommen, aber auch schöne Erinnerungen mitzunehmen.”

Sofia Ade:
„Was ich mir wünsche, ist, dass die Leute einfach nach so einer langen Zeit mit Corona einfach wieder gemeinsam Spaß haben, auch im sportlichen Kontext, und dass man das wertschätzt, was man hat. Jetzt, vor allem jetzt. Bezogen aufs Kendo ist es einfach großartig, dass wir uns treffen können, viele Nationen sich treffen, alte Freunde sich wiedersehen und wir einfach gemeinsam Spaß haben und das tun, was wir alle lieben: Kendo. Dass man einfach diesen Moment wertschätzt und das auch gemeinsam feiert.”

Thi Vankhanh Tran:
„Ich bin super happy, dass, obwohl jetzt die Covid19-Pandemie war, wir alle trotzdem zusammengeblieben sind und dass auch nach der Pandemie so viele Leute noch da sind. Unser Kader ist ja auch echt groß. Ehrlich gesagt, habe ich gar nicht damit gerechnet, dass nach dieser ganzen Pause alle wieder da und voll aktiv am Start sind. Ich hoffe einfach, dass dieser Zusammenhalt bleibt – auch gerade in den schwierigen Zeiten, die wir gerade haben, auch mit Ukraine. (Ich werde es nicht weiter ausführen an der Stelle.) Es ist aber mega, dass wir alle trotzdem zusammenhalten, viel Spaß haben und einfach unser Bestes geben.”

Tino Lehmann:
„Kommt doch bitte zur Meisterschaft und feuert das Team an! Bei so einer Meisterschaft, das habe ich in Japan gemerkt, wenn die Halle voll ist und die Leute jubeln, ist das ein ganz anderes Feeling. Das macht sehr viel aus und das ist leider aufgrund unserer doch geringen Größe und Reichweite in Europa eher nicht so der Fall. Aber das macht sehr viel mehr Spaß als Kämpfer und auch als Zuschauer.”

Shinta Kato:
„Ich freue mich endlich – seit Roberto und ich in den Trainerstab getreten sind – also endlich diese Bühne zu betreten. Und endlich auch mal die anderen Trainerinnen und Trainer, von denen wir wissen, dass sie das Amt neu übernommen haben, mal zu treffen und auf dieser Ebene neu kennenzulernen. Und endlich mal das Team, was wir seit zwei Jahren kreieren, auch loszuschicken. Also: Ich kann es kaum abwarten!”

Roberto Kumpf:
„Erwartet nichts, seid gefasst auf alles!”